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6/30/2015

"Paint It Black" by Shepard Fairey



Wer kennt OBEY nicht? 
Der weiße Schriftzug auf rotem Grund, der Caps und T-Shirts von Hipstern und coolen Kids weltweit ziert. 
Ein Street-Art Projekt der Superlative, durch das das stilisierte Gesicht von André, dem Wrestler,
 in unzähligen Metropolen auf Stickern und Postern zu sehen ist. 
Ein zu Beginn lokales Projekt, das inzwischen zu einer sich selbst erhaltenden Kampagne geworden ist, 
die ironischerweise keinen Inhalt hat, keine Message an die Welt, und gerade dadurch unsere Mediensucht kritisiert, 
die stets von einem Höhepunkt zum nächsten Hype hetzt, ohne sich darum zu scheren was dahintersteckt. 

Der Künstler dahinter, Shepard Fairey ist schon längst durch seinen unverwechselbaren Stil, 
unter anderem durch das "Hope" Poster von Obama im Wahlkampf 2008, zu einem der renommiertesten 
Street-Art-Künstler geworden. Charakteristisch sind seine in wenigen klaren Farben gehaltenen, meterhohen Stencils, 
die eine eindeutige politische Message verbreiten. Und endlich gibt es ein solches auch in München. 
Seit zwei Wochen ziert "Paint It Black" eine Wand der SWM-Elektrizitätswerke an der Kreuzung 
der Landshuter Allee und Nymphenburger Straße. 
Und wer das Glück hatte das mitzubekommen, konnte dem Künstler und seinem Team 
bei der Arbeit über die Schulter schauen.... Eine Kooperation mit Positive Propaganda, 
die zwei Tage dauerte und 140 Sprühdosen, die eignes dafür entworfen wurden, verschlang. 
Enjoy!







"When I was working on the Paint it Black concept I tried several approaches, as I do with every poster,
 but instead of only one successful direction, I felt I found two solutions for Paint it Black. 
Both versions are inspired by the Rolling Stones song, but the first version was fashioned more
 after a vintage newspaper ad, while the Paint it Black Hand has a bit more of a propaganda feel. 
Regardless, they are both about oil dictating too much of our energy policy and our foreign policy."

 - Shepard Fairey










5/30/2015

DEADLINE | Urban Art Festival München




Nach einigen Monaten Stille mal wieder ein Lebenszeichen von uns.
 Zwar gestresst - Klausurenzeit - aber immer kreativ unterwegs. Die nächsten Großprojekte
 sind schon in Planung - so wie immer - aber bevor wir tatsächlich kreativ praktisch losstarten, 
haben wir uns noch ein bisschen Inspiration geholt. Es war ja in den letzten Wochen kunstmäßig 
doch einiges geboten und wir haben versucht uns möglichst von allem inspirieren zu lassen: 


Da war zunächst einmal die Stroke Art Fair, die ja bereits jährlich fest eingeplant in unseren Kalendern steht. 
Alles in allem, wie jedes Jahr ein sehr gelungenes Kunstevent mit sehr viel Atmosphäre und frischem Input. 
Allerdings waren wir dieses Jahr auch etwas enttäuscht: Eine erweiterte Beach-Chill-Area ist in Ordnung, 
dass es dafür aber weniger Live-Paintings gibt hat uns schon gestört; 
auch dass einige Teile der Galerien jedes Jahr gleich sind ist etwas schade. 
Insgesamt leider eine Tendenz zur Kommerzialisierung auf Kosten der Kunst. Schade.


Dann: Eine Ausstellung mit Werken von Louise Bourgeois im Haus der Kunst. 
Die Künstlerin lebte von 1911 bis 2010 und war 70 Jahre künstlerisch tätig. 
In dieser Ausstellung geht es einzig und allein um ihre "Cells" also Zellen. 
Diese skulpturalen Arbeiten stellen jeweils einen eigenen architektonischen Raum dar, 
in dem auf fast theatralische Weise mit Gegenständen, Kleidungsstücken, Stoffen, 
Mobiliar und Skulpturen von der Künstlerin selbst ein eigener Kosmos geschaffen wird.

"Die 'Zellen' repräsentieren verschiedene Arten von Schmerz:
 physischen, emotionalen, psychologischen, geistigen und intellektuellen Schmerz ... 
Jede 'Zelle' befasst sich mit dem Genuss des Voyeurs, mit dem Reiz des Sehens und Gesehenwerdens. 
Die 'Zellen' ziehen sich entweder an oder stoßen einander ab. Es gibt diesen Drang, 
sich zu verbinden, zu verschmelzen oder zu zerfallen." 
(Louise Bourgeois, 1991)

Der Betrachter ist zwar zum Schauen eingeladen, allerdings nur in einem festgelegten Rahmen; 
er wird immer auf Abstand gehalten. 
Etwas gewöhnungsbedürftig, aber sehr interessant, wenn man sich darauf einlässt. 
Sehr außergewöhnliche Sichtweise auf die Welt.


Dann noch am Rande etwas Architektur:

Auch im Haus der Kunst David Adjaye. Die Arbeit des ghanaisch-britischen Architekten 
reicht von einzelnen Häusern bis hin zu komplexer Stadtplanung. Bemerkenswerte Bauwerke: 
Bei privaten Bauten mit hermetisch verschlossener Front, nach hinten aber mit unerwartet großzügiger Öffnung, 
womit dem Bedürfnis nach privaten Rückzug entgegengekommen wird. Bei öffentlichen Gebäuden 
eine offene, durchlässige Struktur, die durch ihre Form die Funktion des Bauwerks verkörpert 
und dabei stets im Dialog mit der Gesellschaft bleibt. 
Interessant, inspirierend.

Vergleich: Lina Bo Bardi im Architekturmuseum. 
Anlässlich des hundertsten Geburtstags der italienisch-brasilianischen Architektin eine Ausstellung, 
die Entwicklung ihrer Architektur in den Mittelpunkt stellt. In Italien geboren und ausgebildet, 
dann nach Brasilien ausgewandert und dort bemerkenswerte Bauwerke geschaffen, 
die in der lokalen Öffentlichkeit höchste Akzeptanz finden und sich gängigen Klassifikationen entziehen. 
Eine bemerkenswerte, starke Frau, Vorläuferin vieler gegenwärtiger Tendenzen. 
Man beachte: Es handelt sich um eine Frau im 20. Jahrhundert. Chapeau.  


Und jetzt zum letzten Ereignis in dieser Reihe, dem Deadline Festival. 
Von 15. - 17. Mai entstand auf 1200m² Fläche im Areal des alten Schlachthofgeländes ein gigantisches Kunstwerk. 
25 Künstler arbeiteten drei Tage lang an dem urbanen Kunstwerk. 
Achtung Namensgebung: Jeder kennt die Deadline, die Frist bis zu der etwas fertig sein muss. 
In diesem Fall hatten die Künstler bis zum 17.05.2015 um 17:05:15 Uhr Zeit ihre Werke fertigzustellen. 
Das alles geschah unter dem wachsam-strengen Auge der Öffentlichkeit, was aber mit Sicherheit dazu beigetragen hat
 das Image, von Street Art aufzubessern. Die renommierten und gezielt ausgewählten Graffitikünstler aus ganz Deutschland 
stehen für eine Auswahl an verschiedensten Stilrichtungen und zeigen deutlich, auf welch hohem Niveau
 sich Kunst im öffentlichen Raum aktuell bewegt. Das riesige Wandgemälde bleibt bestehen 
und da das Areal frei zugänglich ist, ist jeder herzlich eingeladen sich selbst ein Bild von dem Werk zu machen. 



ganz links: BRUTAL by SatOne


ganz rechts: Loomit, Dyset & Bert

Law One & Eazy

LONELY CAPTAIN by Mr. Woodland

rechts: City Slickaz, Lewy, Scout, 2Face, Al Rock

Buntlack Crew

Horst & Jeroo

44Flavours





7/10/2014

Urban ArtSharing: Suchtfaktor II




"Suchtfaktor"
Maffeistr. 6
80333 München

7/09/2014

Urban ArtSharing: Suchtfaktor I

Es ist lange her, dass sich hier etwas geändert hat; das Leben hat uns unserer Zeit und Kreativität beraubt,
 und die Kunst ist auf der Strecke geblieben. Aber weil wir ohne die Kunst nicht können, 
denn sie "wischt den Staub des Alltags von der Seele" (Pablo Picasso), arbeiten wir wieder zusammen an einem Projekt. 
Aber dazu später. Am Sonntag ist Finale, Deutschland ist dabei, da hat man den Kopf wo anders. 
Auch ich habe mich vom WM-Fieber anstecken lassen und dabei herausgekommen ist ein Stencil.

"Suchtfaktor"
Maffeistr. 6
80333 München
10.07.2014


1/16/2014

Urban ArtSharing: Stencil "The Black Bush" II




Stencil "The Black Bush"
Schellingstr. 26
80799 München 

1/15/2014

Urban ArtSharing: Stencil "The Black Bush" I

Der Winter kam ins Land und verließ uns gleich wieder, neue Ideen erblühten und, 
ein Stencil entstand. Unser zweiter im Rahmen von Urban ArtSharing:

Stencil "The Black Bush"
Schellingstr. 26
80799 München 
16.01.2014

8/08/2013

Urban ArtSharing: Stencil "Villa Stuck" II



Stencil "Villa Stuck"
Prinzregentenstraße 64
81675 München 




8/07/2013

Urban ArtSharing: Stencil "Villa Stuck" I

Weil jetzt endlich Sommer ist, wir endlich wieder Zeit und Energie haben alle Ideen,
die sich in unseren Köpfen tummeln, umzusetzen, haben wir gleich ein neues Projekt gestartet: Urban ArtSharing.
Das erste Kunstwerk:

Stencil "Villa Stuck"
Prinzregentenstraße 64
81675 München 
08.08.2013

5/14/2013

Stroke Art Fair 2013 [München]



Von 1. - 5. Mai fand auf der Praterinsel in München mal wieder DAS jährliche Streetart-Event statt: die Stroke Art Fair. 
Die Urban- & Streetartausstellung bietet Besuchern nicht nur die Möglichkeit die Werke von aktuellen Szenenkünstlern 
in Galerien zu bestaunen, sondern auch ihnen beim Arbeiten zuzuschauen. So kann man bei den „live paintings“
 den Künstlern beim Sprühen und Pinseln über die Schulter schauen. Dieses Jahr auch dabei: Fin DAC. 
Der Südlondoner gestaltete „Nadeshiko“, die das Werbebild der diesjährigen Stroke Art Fair prägte. 
Die Besonderheit des Künstlers ist seine spezielle Technik - eine Mischung aus Acrylfarbe, Stencil und frei Gesprühtem - 
die auf den ersten Blick überhaupt nicht nach Gespraytem aussieht.



Weitere Einblicke:
















4/25/2013

Streetart by Fin DAC





Streetart at  The Black Duke open air gallery in North Wales, United Kingdom 
by By Fin DAC